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2009RdGA

Vom 20.06.2009 bis 27.06.2009 waren wir 4043km mit unserem Motorrad unterwegs um die “Route des  Grandes Alpes” endlich im vierten Anlauf abhaken zu können. Hier eine kleiner Rückblick:

Die gefahrene Route kann hier im komprimierten Google Earth 5 Format runter geladen werden. Fotos sind am Ende der Seite zu finden.

Tag 1 20.Juni 07:20-19:47 Anreise: Kumberg-Salzburg-München-Bregenz-Zürich-Bern-Thonon les Bains 983km

Abreise bei strömenden Regen, der Regen verfolgt uns bis kurz nach der deutschen Grenze. Wir frieren “wie die Schneider”. Ab München wird es immer wärmer und wir trocknen wieder auf.

Nachdem wir uns in Thonon les Bains  einquartiert und geduscht haben “stürzten” wir uns in Nachtleben und besuchten wir die “Fête de la Musique”. Eine tolle Veranstaltung alle paar Meter eine andere Band. Die Fotos wurden leider nicht so besonders.

Tag 2 21.Juni 08:50-19:10: Thonon les Bains-Lac  de Montriond-Col de la Joux Verte1760m-Col des Gets1163-Cluses-Col de la Colombière1618m-Col des Aravis1486m-Col des Saisies1633m-Col de Méraillet1605m-Col de Roselend1968m-Bourg Saint Maurice-Lac du Chevril-Val d'Isère-Col de la Iseran2764m-Lanslevillard-Col du Mont Cenis2081m-Lac du Mont Cenis-Giaglione(I)-Lanslevillard 388km

Der Tag beginnt bewölkt es wir aber von Stunde zu Stunde schöner. Gleich nach Thonon les Bains stoßen wir auf die erste Tafel mit der Kennzeichnung  “Route des Grandes Alpes”. Diese muss von Siegi natürlich sofort festgehalten werden. Die Anzahl der Radfahrer in den Bergen ist riesig. Der Mont Blanc versteckt sich heute  meist hinter einem   Wolkenhäubchen. Die Landschaft um  den Col &  Lac d’ Roselend sind ein Traum! Highlight des heutigen Tages ist sicherlich der Col de la Iseran der uns bei 5° mit Eisregen empfängt. Nachdem wir ein  Quartier für den Abend in Lanslevillard gefunden haben machen wir noch einen Abstecher über den Mont Cenis nach Italien. Was besonders auffällt sind die italienischen Motorradfahrer die inkl. Begleiterin mit kurzen Hosen als Schutzbekleidung wie die “gsengte Sau” unterwegs sind.

Tag 3 22.Juni 08:49-19:08: Lanslevillard-Col du Télégraphe1600m-Col du Galibier2642m-Col du Galibier2058m-Briançon-Col d Izoard2361m-Col de Valbelle2372m-Col de Vars2111m-Barcelonnette-Col de la Cayolle2327m-Col des Champs2093m 328km

Auch dieser Tag beginnt wieder schöner als der letzte. Gleich zu Beginn bieten “Le fort Victor-Emmanuel à Aussois”, “Fort Charles Felix” und “Fort de l'Esseillon” rund um die die Gorges del’Arc eine imposante Kulisse. Nächster Höhepunkt war der Col du Galibier mit der tiefsten Temperatur (4°), dem eisigsten Wind und einer der schönsten Panoramas  unserer Reise. Nächstes Highlight Col d Izoard mi seinen imposanten Felsformationen. Am Stausee der “Gorges du Guil” kommen wir das erste mal ins schwitzen, denn die Temperaturen steigen über 25°. Nach dem Col de Var müssen wir eine Zwangspause von 50 Minuten wegen einer Straßensperre einlegen die dann aber anders als angekündigt zwischendurch immer wieder geöffnet wird. Bei der Anfahrt auf den Col de la Cayolle wird es in der  “Gorges du Bachelard” dann teilweise sehr eng auf den Straßen aber die traumhafte Landschaft entschädigt. Am Col de la Cayolle laufen uns die ersten Murmeltiere über den Weg, Astrid zuckt fast aus... ;-) Am Col des Camps gibts den nächsten und zugleich den letzten “Murmeleinsatz” dieses Tages.

Tag 4 23.Juni 08:33-20:14: Col des Champs-Col de Valberg1669m-Col de la Couillole1678m-Utelle-Toudon-Entrevaux-Col de Félines930m-Col de Laval1100m-Col St-Michel1431m-Col d´Allos2250m-Barcelonnette-Col de Restefond2678m-Col de la Bonette2712m-Cime de la Bonette2862m-Saint Sauveur sur Tinée 397km

Auch dieser Tag beginnt wieder schöner als der letzte, diesmal sogar mit strahlend blauem Himmel. Am den Col de Valberg ist der Felsen eigenartig rot. Die Straße nach Utelle ist so schlecht dass wir uns vorübergehend eine Enduro gewünscht hätten. Und bei der Anfahrt auf Tudon haben wir uns gefragt warum diese “Straße” überhaupt eingezeichnet ist. Das war ja ein besserer Wanderweg.Schön aber zeitfressend... Mediterranes Klima ist angesagt. Durch die Fahrt in entlegenen Gegenden konnten wir uns erst gegen 16:00 etwas Eßbares für eine Mittagspause kaufen. Das sollte sich noch bewähren! Der Höhepunkt des Tages war auch der höchste Punkt der Reise Col de la Bonette. Es gab wieder jede Menge Murmeltiere zu sehen. Die Auffahrt auf den höchsten Punkt Cime de la Bonette war wegen Schneebrettern und Steinschlägen gesperrt. Das hat uns aber nicht davon abgehalten trotzdem hinauf zu fahren. Die Abfahrt Richtung Süden ist eine einsame; kaum Ortschaften, keine Quartiere. Endlich in Saint Sauveur sur Tinée hatten wir Glück und fanden wir eines. Dort trafen wir 5 bayrische Polizisten und aus Ermangelung eines Restaurants mussten wir auf Flüssignahrung Bier umstellen. Was einen lustigen Abend mit den Bayern ergab. Beim Kassieren kam das böse erwachen... In Frankreich ist 1 Krügerl = €5,- das geht an einem geselligen Abend ins Geld!

Tag 5 24.Juni 09:04-18:28: Saint Sauveur sur Tinée-Col St. Martin1500m-Col de Turini1607m-La Cababette1372m-Col de l' Orme1000m-Col de Braus1003m-Sospel-Menton-Monte  Carlo-Saint Agnès 234km

Am Col de Turini legen wir eine extra Schleife Richtung italienischer Grenze. Dabei begegnete uns ein Panzer, einige Kasernenanlagen, sowie eine Festung. In Moulinet mussten wir umdrehen da die Verbindung Moulinet-Sospel gesperrt war. Dies bescherte uns drei tolle Pässe die wir sonst nicht zu Gesicht bekommen hätten. In Sospel konnten wir ein imposantes Fort bewundern. Bei 30° hat es Siegi in Menton ziemlich gejuckt einmal ins Wasser zu springen. Aber was macht man dann mit dem Sand in den Motorrad Klamotten? Am Abend dann als Entschädigung gab es ein gutes Abendessen in Saint Agnès mit anschließenden Marsch auf die Burgruine.

Tag 6 25.Juni 08:2118:59: Saint Agnès-Col de la Madone722m-Peille652m-Col St. Roch990m-Contes-Retenue de Chaudanne-Castellane-Gorge du Verdon-Castellane 322km

An diesem Tag hatten wie den Temperatur Höhepunkt unserer Reise mit 33°. Die Landschaft nördlich von Grasse, eine Augenschmaus! Aber das Hauptziel heute ist sicherlich die Schlucht von Verdon. Das kann man nicht beschreiben diese Schlucht muss man gesehen haben!!!  Wir waren jetzt das zweite mal da und die Begeisterung wird nicht kleiner.

Tag 7 26.Juni 08:28-21:01: Castellane-Col des Robines1004m-Col du Defend1267m-Digne les Bains-Col du Labouret1240m-Col St. Jean1324m-Col du Festre1441m-Col du Noyer1664mSaint Firmin-Savines-le-Lac-Briançon-Col de Montegenevre1854m-Torino-Milano 631km

Der Tag beginnt wieder mit traumhaft schönem Wetter. Landschaftlich tolle Strecke mit vielen Stauseen. Tolle kleinere Pässe. Leider verdichten sich die Wolken und ab dem Col du Noyer sieht es gar nicht mehr gut aus. Ein Telefonat mit der Heimat ergibt dann, dass es keine Ausweichmöglichkeit gibt (Schweiz, Südtirol, Toskana usw. überall Regen). Daher beschlossen wir in Saint Firmin vorzeitig unsere Tour abzubrechen und die Heimreise über Italien anzutreten. Auf französischen Boden hatten wir nur leichten Regen aber in Turin erwischte uns ein ziemlicher Wolkenbruch. Bis Mailand hatten wir dann Zeit wieder aufzutrocknen bevor es kurz vor Mailand wieder zu regnen begonnen hat. In Mailand hatten wir dann einigen Spaß mit einem Kellner in einer Pizzeria.

Tag 8 27.Juni 08:23-17:02: Milano-Padova-Tarviso-Villach-Gleisdorf-Kumberg 722km

Immer wieder kurze Regenschauer, die Fahrt ist sehr Anstrengend da dichter Verkehr und die Fahrbahn meist nass ist. Zum Abschluss erleben wir noch zwischen Lassnitzhöhe und Gleisdorf einen extrem starken Wolkenbruch. Um 17:00 sind wir nach 4043 km fahrt mit Slicks erschöpft zu Haus angekommen.

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